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EU AI Act: Was bis zum 2. August 2026 auf Ihren Betrieb zukommt

Kompetenzpflicht, Transparenz und Hochrisiko – der Fahrplan für den Mittelstand

Von Marcel Sohn··7 Min. Lesezeit

Der EU AI Act ist kein fernes Brüsseler Papier mehr. Einzelne Pflichten gelten längst, die nächsten greifen am 2. August 2026 – und sie betreffen auch kleine Betriebe.

Viele Geschäftsführer glauben, der EU AI Act betreffe nur Tech-Konzerne. Das ist ein Irrtum. Das Regelwerk wirkt gestaffelt, und der nächste große Stichtag rückt näher: der 2. August 2026. Wer jetzt einen klaren Kopf behält, ist gut vorbereitet – ganz ohne Panik.

Was schon heute gilt: die Kompetenzpflicht

Seit dem 2. Februar 2025 gilt die KI-Kompetenzpflicht nach Artikel 4. Sie verlangt von jedem Unternehmen, das KI einsetzt, dass Mitarbeitende mit ausreichender KI-Kompetenz ausgestattet sind – unabhängig von Branche und Risikoklasse. Ebenfalls seit Februar 2025 sind bestimmte verbotene Praktiken (Artikel 5) untersagt, etwa Social Scoring.

Das ist die am häufigsten übersehene Pflicht – und zugleich die am einfachsten zu erfüllende. Genau dafür gibt es unsere kostenlose EU-AI-Act-Schulung mit Teilnahmebestätigung.

Was am 2. August 2026 dazukommt

Zum 2. August 2026 werden weitere Teile des AI Act voll anwendbar:

  • Transparenzpflichten (Artikel 50): KI-generierte Inhalte und Chatbots müssen klar gekennzeichnet werden – das betrifft Text, Bild, Audio und Video.
  • Hochrisiko-Systeme (Anhang III): Für KI in sensiblen Bereichen greifen Pflichten zu Risikomanagement, technischer Dokumentation und menschlicher Aufsicht. Für regulierte Produkte nach Anhang I gilt eine Frist bis 2. August 2027.
  • Bereits seit 2. August 2025 gelten Transparenz- und Dokumentationspflichten für Anbieter großer Allzweck-KI-Modelle (GPAI).

Wichtig und ehrlich: Die genaue Ausgestaltung mancher Hochrisiko-Fristen wird 2026 im Rahmen einer geplanten Vereinfachung („Digital Omnibus") noch diskutiert. Maßgeblich ist der jeweils aktuelle Stand der offiziellen Quellen.

Die Bußgelder sind kein Schreckgespenst – aber real

Der AI Act sieht gestaffelte Sanktionen vor: bis zu 35 Mio. € oder 7 % des weltweiten Jahresumsatzes für verbotene Praktiken, bis zu 15 Mio. € oder 3 % für Verstöße gegen Anbieter- und Betreiberpflichten. Für KMU gilt jeweils der niedrigere Betrag.

Eine oft unterschätzte Vorgabe ist die KI-Kompetenzpflicht nach Artikel 4. Sie gilt für alle Unternehmen, die KI-Systeme einsetzen – unabhängig von der Risiko-Kategorie.

sinngemäß nach TÜV-Consulting, EU-AI-Act-Zwischenstand 2026

So bereiten Sie sich vor

  1. 1.KI-Inventar erstellen. Welche KI-Werkzeuge nutzt Ihr Betrieb tatsächlich – auch inoffiziell?
  2. 2.Risikoklasse bestimmen. Prüfen Sie je Anwendung, ob sie minimal, begrenzt oder hochriskant ist. Eine erste Einschätzung liefert Ihnen unser KI-Use-Case-Konfigurator.
  3. 3.Mitarbeitende schulen. Erfüllen Sie Artikel 4 mit einer dokumentierten Grundschulung.
  4. 4.Kennzeichnung vorbereiten. Legen Sie fest, wo KI-Inhalte als solche markiert werden.
  5. 5.Dokumentieren. Halten Sie Entscheidungen und Schutzmaßnahmen nachvollziehbar fest.

Der AI Act ist kein Grund, KI zu meiden – er ist ein Rahmen, der Vertrauen schafft. Wer ihn früh erfüllt, kann das gegenüber Kunden und Partnern als Stärke zeigen.

Hinweis: Dieser Beitrag gibt den Stand der öffentlich zugänglichen Informationen im Juni 2026 wieder und ersetzt keine Rechtsberatung. Fristen und Auslegungen können sich ändern.


Quellen

[1] secjur: EU AI Act – Pflichten, Risikoklassen und Stand 2026. https://www.secjur.com/blog/eu-ai-act

[2] TÜV-Consulting: EU AI Act 2026 – Zwischenstand. https://consulting.tuv.com/aktuelles/ki-im-fokus/eu-ai-act-2026-zwischenstand

[3] IHK für München und Oberbayern: Ratgeber AI Act. https://www.ihk-muenchen.de/ratgeber/digitalisierung/kuenstliche-intelligenz/ai-act/

[4] Dr. Web: Digital Omnibus 2026 – was sich beim AI Act ändert. https://www.drweb.de/eu-verschiebt-ki-fristen-was-deutsche-mittelstaendler-2027-erwartet/

Pflicht erfüllen – kostenlos

KI-Kompetenz nachweisen, ohne Aufwand

Die kostenlose EU-AI-Act-Schulung der SOHN.AI Akademie vermittelt die geforderte KI-Kompetenz nach Artikel 4 – mit persönlicher Teilnahmebestätigung für Ihre Dokumentation.

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